Hypothetisch
Kommuniqué zum Programm-Loch:
Liebes Publikum hier in XY, sehr geehrte Vertreter der Presse,
wir von Heinz de Specht wurden von diversen Veranstaltern, unseren zahlreichen Sponsoren sowie von unserem Management mehrfach darauf hingewiesen, dass laut Kleinkunstparagraph 4b, Abschnitt 12 – wir zitieren „im Verlaufe eines Liederabends spätestens nach 20 Minuten der direkte Kontakt zum Publikum aktiv hergestellt werden muss.“ Zitat Ende.
Trotz zermürbender Diskussionen und redlichem Bemühen ist es uns bisher nicht geglückt, eine geeignete künstlerische Lösung hierfür zu finden. Wir bitten Sie um Nachsicht und Verständnis für das deshalb an dieser Stelle entstehende Loch im Programm.
villicht müesst’ me au da es Lied mache
wo das Loch im Programm stopfe tuet
und wie meischtens bi söttige Sache
chämt’s im Mani Matter-Stil sicher recht guet …
am Beschte wär s’Lied acapella
und mir chönted singend die Bühni verlah
im Publikum gängti denn s’Liecht a
und mir würded zmitzt i de Lüt ine stah
und det Händli ga schüttle, de Lüt in Arsch chrüche
und säge: „Schön, sind ihr da“
erfahrigsgmäss chönti so s’Iis langsam schmelze
und au di gwünscht Nöchi entstah
und denn würded d’Lüt klatsche, nur will mir ganz kuhl
würded da stah und pose im Liecht –
und fändet’s toll, wenn eine vo eus mit’re Sprützpischtole
e chli Action miecht
wenn’s denn no Konfetti würd rägne und Seifeblase
wär Stimmig im Saal garantiert
und sogar (-) d’Arbet vom [Gögs hind’rem] Mischpult
würd mit’ere Welle goutiert
jaaa, d’Veranstalter, s’Management und d’Sponsore
sie all wäred glücklich und froh
wenn’s a dere Stell so öppis gäbt
und das Loch i dem Programm denn nüme würd cho

